Memory

Neulich, als ich mit dir zum ersten Mal wieder nach langer Zeit das Memory spielte, das wir so mögen, mit den Stirnen und Nasen und Mündern, die zueinander passen nicht nur auf eine Weise da blieb, nachdem schon beinahe alle Gesichter zusammengesetzt waren im letzten Mischmasch eine Nase übrig. Ein schönes Exemplar – rund und … Mehr Memory

Rette sich, wer kann

Margarete Kiebig-Stelz ist mit der letzten Sparwelle über Bord gegangen und treibt jetzt alleine in ihrem Schwimmring und nur mit einem Holzlöffel als Paddel zwischen sinnlosen Rettungspaketen, einem schmelzenden Eisberg und einem überfüllten Flüchtlingsboot auf den Wellen. Fast hätte ich mich nicht getraut, mein Kirchenstück „Rette sich, wer kann“ tatsächlich im Gottesdienst aufzuführen. Zu schlimm … Mehr Rette sich, wer kann

So schwer !?

Meine erste Reaktion auf die Arbeit von Jana Sterbak war ein herzhaftes Lachen. Wer würde schon einen Stein transportieren? So schwer? An so altmodischen Riemen? Was für ein wackerer Bergmensch sollte das sein? Müsste ich ihn bewundern? Man muss halt sein Bündel tragen, oder sein Päckchen, oder halt den Rucksack – sagt man so. Aber … Mehr So schwer !?

Bürsten im Baum

Dieser Weihnachtsbaum steht in meinem Städtchen, direkt gegenüber der zu dieser Jahreszeit geschlossenen Eisdiele. Er ist geschmückt mit Bürsten, geformt zu Weihnachtsbaumkugeln. Von Weitem könnten es Strohkugeln sein, aber nein, es sind stabile Bürsten, fest mit einem Draht in der Mitte gewickelt. Kurios, oder? Ich gehe oft daran vorbei und hoffe, dass keine geklaut werden. … Mehr Bürsten im Baum

In mir ist alles aufgeräumt und heiter (Mascha Kaléko)

Tatsächlich habe ich es geschafft aufzuräumen. Und nicht nur das: Ich habe ausgemistet, uns zwar gründlich. Bücher, Unterlagen, Zettel, Zeitungsausschnitte. Abgelegtes, Abgeheftetes, Eingeordnetes. Ich habe Platznot und immer türmen sich hier und da Stapel. Aber das war nicht der Grund. Ich war selbst so unaufgeräumt.Wie zerfasert, in Einzelteile verstreut, aufgelöst in meinen verschiedenen Projekte und … Mehr In mir ist alles aufgeräumt und heiter (Mascha Kaléko)

„There is a crack in everything…(Leonhard Cohen)

… That’s how the light gets in.“ Beim Clownerie-Kurs am Wochenende erzählte eine Teilnehmerin, dass Leonhard Cohen gestorben sei. Kurze Zeit später nahm eine andere eine Gitarre und alle sangen mit: „Halleluja, Halleluja….“ Viele kannten den Text auswendig. Eine kleine Ode an ihn, dessen Musik und Texte uns seit Jugendzeiten begleiten. Mich versetzen sie immer … Mehr „There is a crack in everything…(Leonhard Cohen)

Clowns – staunend, stolpernd, subversiv

Clowns und natürlich Clowninnen sind für mich die besten Figuren, um in die Haltung des Humors zu kommen. Sie spielen mit dem Ernst des Lebens in allen Varianten – und stehen dabei auf der Seite des Lebens. Kultur- und theatergeschichtlich gibt es Clowneskes in vielen Facetten, immer auch in düsteren. Doch die eigentliche Stärke und … Mehr Clowns – staunend, stolpernd, subversiv

Wenn’s mir schlecht geht, geht’s mir schlecht!

Kennen Sie das? Es geht einem schlecht, sehr schlecht sogar und dann wollen einem wohlmeinende Freundinnen oder Freude einreden, dass es doch alles zu was gut sei. Dass da vielleicht ein höherer Sinn dahintersteckt, den man jetzt noch nicht verstehe. Dass man gar noch selbst Schuld sei am eigenen Elend. Man hätte ja dies oder … Mehr Wenn’s mir schlecht geht, geht’s mir schlecht!

Von Glücksmomenten

Jetzt also zum Glück! Eigentlich sind es wieder solche Glücksmomente im ganz normalen Alltag, von denen Francesco Piccolo in seinem Büchlein schreibt. Fast entschwinden sie einem, so klein und unaufgeregt sind sie, dabei so anregend. Sie bringen zum Lachen und lenken die Aufmerksamkeit aufs unspektakuläre Glück – eben beinahe zu vernachlässigen, aber halt nur beinahe. … Mehr Von Glücksmomenten