Winter kalt

Morgen soll Schnee kommen. Da hab ich nichts dagegen. Immerhin ist heute der 3. Advent, vom Weihnachtsmarkt her höre ich die Alphörner und im Gemeindehaus ist Bücherbazar. Da habe ich ein Buch mit Gedichten von Sonja Marlin entdeckt: „Lieber Gott, du alter Schlingel“, Hamburg 1994. So witzige Reime, so eine ungezwungene Art, mit Gott zu … Mehr Winter kalt

Über die Vorzüge eines müden Blicks

Jetzt, wenn es mitten am Nachmittag schon wieder dunkel ist und manche Tage ganz in Müdigkeit zu versinken drohen, will ich sie anpreisen: Eine bestimmte Art von Müdigkeit. Nicht die pure Erschöpfung, wenn man sich ausgelaugt fühlt, nur noch auf das Sofa sinken will, um vor sich hin stieren. Wenn man schon gar nicht mehr … Mehr Über die Vorzüge eines müden Blicks

„Juxfriedhof“

„Unter diesem Rasen liegt die versoffene Kupferschmid Nasen“ Eine Inschrift auf einem Marterl. So nennt man die Grabkreuze in Österreich. In Kramsach, einem Ort zwischen Innsbruck und Kufstein, gibt es einen Museumsfriedhof. Hier werden Marterl mit lauter witzigen, humorvollen, auch skurilen Sprüchen gesammelt. Tote liegen hier allerdings keine begraben. Wanderer, steh still und weine, hier … Mehr „Juxfriedhof“

Seufzen – tief und genüsslich

Gastbeitrag im Blog von https://netzwerk-bibel.de/, wo ich in Zukunft öfters schreiben werden. Seufzen, meine Lieblingsübung. Ich ziehe beide Schultern hoch und atme dabei tief ein, dann lasse ich sie entspannt mit einem großen Seufzer hinabsinken. Das wiederhole ich ungefähr dreimal und siehe da, es geht mir schon viel besser. In Kursen praktiziere ich das mit … Mehr Seufzen – tief und genüsslich

Reisevorbereitungen

Schnell noch die Wäsche gewaschen, die Pflanzen unters Vordach geschoben, den Müll geleert, der Nachbarin den Schlüssel gebracht, die Tageszeitung umbestellt, die Schuhe vom Schuster geholt, ein farblich passendes T-Shirt gekauft, getankt, die Checkliste durchgegangen, das Vergessene in den Koffer gequetscht, doch noch das eine Buch reingestopft, die Schwester kurz angerufen …   Bevor ich … Mehr Reisevorbereitungen

„Sie brauchen Humor!“

Das sagte Katja Riemann neulich in einem Interview in der taz (vom 16./17. Juni 2018). Die bekannte Schauspielerin beschreibt darin, wie sie sich den Mund fusselig redet in ihrem Engagement für die Offene Gesellschaft. Am letzten Samstag hatte die Initiative dazu aufgerufen, Tische und Stühle rauszustellen, schön einzudecken und dann einzuladen: Nachbarinnen, Freunde, Fremde, essen, … Mehr „Sie brauchen Humor!“

Humor. Es lebe meine Vielfalt. Und die der anderen.

Kennen Sie den? „Ein Schiff droht unterzugehen. Der Kapitän überlegt, wie er die Leute dazu bringt, über die Reling zu springen. Dem Engländer sagt er, es sei unsportlich, nicht zu springen. Dem Franzosen sagt er, springen wäre erotisch. Dem Deutschen sagt er, es sei ein Befehl, und dem Italiener sagt er, springen sei verboten.“ Na, … Mehr Humor. Es lebe meine Vielfalt. Und die der anderen.

Meine Minimalleistung des heutigen Tages

Es ist ja Fastenzeit. Viele fasten irgendwas, von dem sie im restlichen Jahr einfach zu viel haben. Dabei sind Schokolade, Fleisch, Alkohol, Klamotten kaufen noch die harmlosen Varianten. Mir scheint, es gibt viel Überdruss an den Üppigkeiten und überhaupt. Alles soll ja immer top sein, außergewöhnlich, irre und damit einzigartig, authentisch, speziell.  Jede Zumutung eine … Mehr Meine Minimalleistung des heutigen Tages

„mehr Wörter, die das Glück fördern“

Das ist eine Empfehlung von René Hartmann, die ich vor ein paar Tagen in der taz (6./7.1.2018) gefunden habe, und die ich sehr gerne aufgreife. Diese drei fielen mir gleich ein und andere gleich hinterher: kostbar, Toleranz, aufgeräumt, wild, Beleuchtungswechsel, heiter, Chancen, Finanzausgleich, sinnvoll, Neugierde, zuhören, Verlässlichkeit, nachdenken, Feminismus, Füße, Care-Arbeit, Sozialleistungen, Kicherengel, Suppe, Vielfalt, … Mehr „mehr Wörter, die das Glück fördern“