Meine Minimalleistung des heutigen Tages

20180227_140852 (Mobil)Es ist ja Fastenzeit. Viele fasten irgendwas, von dem sie im restlichen Jahr einfach zu viel haben. Dabei sind Schokolade, Fleisch, Alkohol, Klamotten kaufen noch die harmlosen Varianten. Mir scheint, es gibt viel Überdruss an den Üppigkeiten und überhaupt. Alles soll ja immer top sein, außergewöhnlich, irre und damit einzigartig, authentisch, speziell.  Jede Zumutung eine challenge und jeder Gang zur Post eine Performance. Jeder Kinobesuch eine Erleuchtung und jedes Essen eine Geschmacksexplosion.

Ich faste nicht völlig. Ich habe mir gedacht, ich schraube einfach mal alles runter auf „minimal“. Völlig Nebensächliches, Bedeutungsloses, Liegen gelassenes, Selbstverständliches bemerken und es irgenwie gut finden. Jedenfalls gut genug. Ob das auch schon wieder eine Anpassung ist? Daran, dass schließlich aus allem was gemacht werden kann und auch muss? Eine Einzigartigkeit in dieser Form des Minimalen finden wollen? Achja! Vielleicht muss ich es einfach mal versuchen und herausfinden, was es auslöst. Vielleicht haben Sie auch Lust, Ihre Minimalleistungen zu benennen.

Ich habe Socken aufgehängt.
Ich habe meiner Oma Sprudel aus dem Keller geholt.
Ich habe mir die Zähne geputzt.
Ich habe einen Brief zur Post gebracht.
Ich habe Pakete für andere im Haus angenommen.
Ich habe einem Bach beim Fließen zugeschaut.
Ich habe Schnee in die Hand genommen.
Ich habe einen Schneeball eingefroren.
Ich habe vor mich hin sinniert.
Ich habe mit den Zehen gewackelt.
Ich habe einen Ton gesungen.
Ich habe eine Pastinake kleingeschnitten.


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