„There is a crack in everything…(Leonhard Cohen)

… That’s how the light gets in.“

Beim Clownerie-Kurs am Wochenende erzählte eine Teilnehmerin, dass Leonhard Cohen gestorben sei. Kurze Zeit später nahm eine andere eine Gitarre und alle sangen mit: „Halleluja, Halleluja….“ Viele kannten den Text auswendig. Eine kleine Ode an ihn, dessen Musik und Texte uns seit Jugendzeiten begleiten. Mich versetzen sie immer noch in diese  Mischung aus Melancholie und Leichterkeit. Weil Leonhard Cohen so unverklärt in den Alltag blickt. Texte voller Scheitern, Niederlagen, Verlusten, cracks eben, Risse und Brüche. Aber irgendwie blickt er immer wieder überraschend wie durch diese Risse hindurch, darüber hinaus. Denn es ist ja erst der Riss, der das Licht hineinlässt.

Ich habe mal ein Buch herausgegeben mit dem Titel: „Der Sprung in der Schüssel“(gemeinsam mit Kirsten Beuth und Benita Joswig). Darin haben wir solche Risse und Sprünge für heilsam und lehrreich erklärt. Wir haben sie als Ausgangspunkt, Handwerkszeug und Inspirationsquelle für Kunst und Spiritualität erklärt. Sie verändern Perspektiven, irritieren, locken heraus, lassen den Himmel sehen und die anderen besser wahrnehmen. „Cracks“ – sie sind nicht einfach schlecht und müssen überwunden werden. Sie gehören dazu, zum ganz normalen Leben. Und am Ende ist es egal, ob man das ganze oder nur ein gebrochenes Halleluja singt und hört.

„There’s a blaze of light in every word
It doesn’t matter which you heard
The holy or the broken Halleluja.“

Am 10.November ist Leonhard Cohen gestorben.
Fotos und Weiteres gibt es auf seiner Website.

von einer Leserin gefunden im Internet – Inhab. © unbekannt – Danke!

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