Hinaus ins Neue Jahr. Ja!

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„Heute musste ich daran denken, wie es war, wenn wir zu zweit oder zu dritt hinter dem Wandschirm standen in Gelnhausen, alle anderen gaben das Publikum ab, es gab einen Spielauftrag von Gisela und es war klar: gleich geht’s los. Dann haben wir innerlich oder auch laut nochmal „Ja“ gesagt, tief Luft geholt und sind mit großer Freude vorgesprungen oder geschlichen, bereit, zu improvisieren, viele Impulse aufzunehmen, immer mehr Spaß am Spielen zu kriegen.“ So schreibt Dorothea, eine Teilnehmerin an einem Ausbildungskurs „Clownerie in der Kirche und auf der Bühne des Lebens“ an die anderen Kursteilnehmenden. Sie erinnert sich an diese Mischung aus Neugier und leichter Besorgnis. Wird es klappen?  Ja, was eigentlich?
Bei diesem Sprung hinaus geht es nicht darum, ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, Vorsätze zu verwirklichen. Es geht vielmehr darum, offen zu sein für das, was kommt und damit umgehen können – und zwar mit viel Spielfreude und der clownesken Unbekümmertheit. Man könnte sie in etwa mit diesem Satz beschreiben: „So war es wohl bislang, aber es könnte auch ganz anders werden. Probieren wir es mal.“
Und weiter schließe ich mich ganz Dorotheas Wünschen an:

„Na, ich wünsche euch jedenfalls, dass ihr ähnlich konzentriert und frohgemut und mit dem „Ja“ auf den Lippen auf die Bühne des neuen Jahres tretet, bereit, zu improvisieren und Impulse, die das Leben halt so bringt, aufzunehmen und zu verwandeln, so dass es eurer Spiel wird, eure Melodie zum Klingen kommt, eure Energie sich entfalten kann. Und wenn mal alles blöd ist, habt ihr hoffentlich immer jemanden zur Seite, der herbeispringt, einspringt, ein großes Taschentuch dabei hat oder ein Stück Schokolade aus der Tasche zaubert.“

Danke, liebe Dorothea!


2 Gedanken zu “Hinaus ins Neue Jahr. Ja!

  1. Nicht Schluss mit Lustig!
    Die Evangelische Kirche im Rheinland hat eine weitere Ausgabe von “debatte – Das Themenheft zum Mitreden” herausgegeben. Diesmal zum Thema Sterben und Tod. Hier der Link zur Internetversion: http://www.debatte.ekir.de
    Dort findet sich auch ein Interview mit der oben genannten Überschrift. Ich bin zum Thema Humor in der Hospizarbeit interviewt worden und erzähle dort unter anderem welche Rolle Humor als Haltung in der Sterbebegleitung spielen kann und wie mir diese Haltung in der Begegnung mit Schwerkranken und Sterbenden hilft.
    JA! Ich möchte offen dafür sein, was kommt und damit umgehen können.
    Gemeinsam Lachen und gemeinsam weinen, auch am Lebensende.
    Herzliche Grüße
    Marion Zwanzig

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